05.02.2014

Fünf Ehrenamtliche mit Ansgar-Medaillen ausgezeichnet / Nestor Kuckhoff feiert Jubiläum

Vorbildlicher kirchlicher Einsatz

Hamburg. Ein „Fest der Begegnung“ feierten Hamburgs Katholiken am vergangenen Sonntag im St. Marien-Dom. Mit dem Pontifikalamt verband sich die Eröffnung der 41. St. Ansgar-Woche, das 50-jährige Priesterjubiläum des emeritierten Dompropstes Nestor Kuckhoff und die Auszeichnung von fünf verdienten Katholiken mit der Ansgar-Medaille.

Gleich zu Beginn des Eröffnungsgottesdienstes für die St. Ansgar-Woche wies Erzbischof Werner Thissen auf einen weiteren Festtag des liturgischen Kalenders hin. „Das heutige Fest hat unterschiedliche Namen. Offiziell in korrekter liturgischer Sprache heißt es: ‚Darstellung des Herrn’“, erinnerte er an den im Volksmund besser als „Lichtmess“ bekannten Tag und die damit verbundene Tradition der Kerzenweihe. Diese durfte beim Einzug nicht fehlen – wie auch nicht die Segnung des Reliquienschreins des heiligen Ansgar zum Ende.

 

Mit herzlichen Wünschen gratulierte Thissen dem emeritierten Dompropst Nestor Kuckhoff zum goldenen Priesterjubiläum. Kuckhoff sei auch im Ruhestand für die Feier der Sakramente ein gefragter Ansprechpartner und vertrete im Erzbistum mehrere kirchliche Hilfedienste. „Geradezu berühmt sind seine Domführungen. Mit Sachkenntnis und Humor vermittelt er immer wieder Christen und Nichtchristen, wie sich das Geheimnis unseres Glaubens im Dom abbildet“, so Thissen. „Danken wir Gott und auch ihm selbst für reich gesegnete fünfzig Jahre im priesterlichen Dienst.“

Die Ansgar-Medaille wird seit dem Jahr 2000 an Frauen und Männer verliehen, die damit für ihren „vorbildlichen Einsatz für die Kirche“ ausgezeichnet werden. Die aus Silber gefertigte und teilvergoldete Medaille überreichte Erzbischof Thissen in diesem Jahr an fünf verdiente Laien. Martin Kayenburg aus Itzehoe (74), der frühere Präsident des schleswig-holsteinischen Landtages, erhielt die Medaille für sein vielfältiges Engagement in Kirche und Gesellschaft, insbesondere für die Unterstützung des neuen Familienzentrums in seiner Heimatpfarrei.

Hannelore (72) und Theodor Sanders (75) aus Handewitt bei Flensburg bringen sich seit vielen Jahren mit großem Engagement ehrenamtlich in ihre Gemeinde ein und tragen so das Leben der Pfarrei mit. Vor 15 Jahren haben sie zudem ein Schulprojekt in Kenia initiiert, für das sie bis heute fast eine Million Euro an Spenden zusammengebracht haben. Privat finanziert das Ehepaar jedes Jahr Reisen nach Kenia, um sich vor Ort über den Fortgang des Hilfsprojektes zu informieren.

Dr. Gerhard Schlegel (74) aus Rostock hat sich neben seinem Einsatz in der Christusgemeinde vor allem für die Aufarbeitung der Kirchengeschichte auf dem Gebiet des Erzbistums verdient gemacht. Er engagiert sich seit Jahrzehnten im Verein für katholische Kirchengeschichte in Mecklenburg. „Mit Ihrer ehrenamtlichen Forschungstätigkeit verwurzeln Sie unser junges Erzbistum mit der Geschichte“, sagte Thissen.

Mit Karl Richard Wendt (78) ehrt das Erzbistum einen Hamburger, der seit der Jugendarbeit in der katholischen Kirche Hamburgs aktiv ist. Neben dem vielfältigen Einsatz in den Gemeinden St. Elisabeth und St. Antonius hob Erzbischof Thissen besonders sein außerordentliches Organisationstalent hervor. So organisierte Wendt 25 Jahre lang den jährlichen Gesellschaftsabend der katholischen Gymnasien. Seit 2006 steht er zudem dem Verein der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung – dem KKV Hansa Hamburg – als erster Vorsitzender vor.

Text und Fotos: Matthias Greve