13.09.2017

Die Diözese Aliwal in Südafrika verliert ihren Oberhirten

Von Harburg aus nach Südafrika

Aus Gesundheitsgründen zurückgetreten: Bischof Michael Wüstenberg kehrt nach Deutschland zurück.

Bischof Michael Wüstenberg und Weihbischof Jaschke bei einer Fronleichnamsprozession im Harburger Park
Bischof Michael Wüstenberg (Mitte) und Weihbischof Hans-Jochen Jaschke bei einer Fronleichnamsprozession im Harburger Stadtpark.  Archivfoto: Greve

Der aus dem Bistum Hildesheim stammende ehemalige Bischof von Aliwal in Südafrika, Michael Wüstenberg, hat seinen von Papst Franziskus angenommenen Rücktritt mit seiner angeschlagenen Gesundheit begründet. Seine Ärzte hätten ihm dazu geraten, die Aufgabe mit all ihren Belastungen zügig aufzugeben, schreibt er in einem vom Bistum Hildesheim in Teilen veröffentlichten Brief. „Es fiel mir nicht leicht, die Situation zu akzeptieren und diesen Schritt zu tun“, so der 63-Jährige. Wüstenberg war seit 2008 Oberhirte der Diözese Aliwal.

Der Vatikan hatte am Freitag der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch Wüstenbergs angenommen hat. Als Übergangsleiter ernannte der Papst den Polen Adam Leszek Musialek (60), Bischof von De Aar in Südafrika.

Wüstenberg, geboren am 19. Juli 1954 in Dortmund, wuchs in Harburg auf, das bis 1995 zum Bistum Hildesheim gehörte. Seine geistliche Heimat hat er dort in der St. Maria-Gemeinde. 1982 wurde er in Hildesheim zum
Priester geweiht. 

1992 ging er als Fidei-Donum-Priester nach Südafrika. Ende 2007 ernannte Papst Benedikt XVI. (2005–2013) ihn zum Bischof der Diözese Aliwal. Zuvor war Wüstenberg dort von 2001 bis 2003 als Generalvikar tätig. In seiner Harburger Heimatgemeinde war er noch häufig zu Gast – immer wieder nahm er in den vergangenen Jahren an der Fronleichnams-Feier im Harburger Stadtpark teil. 

Er werde nun nach Deutschland, wahrscheinlich ins Bistum Hildesheim, zurückkehren, hieß es aus Hildesheim.

Text: kna