14.06.2017

Abschlussfest der Aktion Büchertürme

Lesen erweitert den Horizont

Erfolgreiches Abschlussfest der Aktion Büchertürme im St. Marien-Dom: Erzbischof Stefan Heße übergibt Schirmherrschaft an Elbphilharmonie-Intendanten Christoph Lieben-Seutter.

Ursel Scheffler, Erzbischof Heße, Christoph Lieben-Seutter und kath. Schüler zum Abschluss der Aktion Bücherturm im Hamburger Mariendom
Mit symbolischem Bürcherturm: Ursel Scheffler, Erzbischof Heße (l.), Christoph Lieben-Seutter und Schüler im St. Marien-Dom.  
Foto: Romanus Fuhrmann

Im Rahmen des inzwischen international bekannten Leseförderprogrammes „Büchertürme“ haben sich Hamburger Vor- und Grundschulkinder im vergangenen halben Jahr auf die beiden jeweils 61 Meter hohen Türme des St. Marien-Domes „gelesen“. Summiert man die Rückenstärken der Bücher, so haben die jungen Leser insgesamt etwa 12 200 Werke verschlungen. 

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße und Kinderbuchautorin Ursel Scheffler, Initiatorin des Leseförderprogramms, begrüßten bei der großen Abschlussfeier im St. Marien-Dom mehr als 300 lesefreudige Kinder. „Es ist eine Riesenleistung, diese Bücher zu erlesen“, lobte Heße die Schüler. Wer eifrig lese und damit Wissen sammle, der habe immer einen Pluspunkt im Leben. „Er erweitert seinen Horizont und bekommt einen Ausblick wie oben auf den Türmen des Doms.“ 

1 650 Kinder beteiligten sich an der Lese-Etappe

Nach den Türmen der Hamburger Hauptkirchen St. Michaelis, St. Petri, St. Katharinen, St. Nikolai und St. Jacobi, des Rathauses sowie der beiden Minarette der Blauen Moschee starteten im vergangenen November 66 Hamburger Vor- und Grundschulklassen mit 1 650 Kindern in die inzwischen achte Lese-Etappe. Die Idee der Initiative, mit der Ursel Scheffler Kinder zum Lesen anspornen will, ist recht sportlich: Jungen und Mädchen lesen in einer begrenzten Zeit so viele Bücher, dass der gemeinsame Bücherstapel die Spitze eines lokalen Turmes erreicht. „Weniger Daumenakrobatik auf dem Handy, mehr Gehirnjogging beim Lesen“ – das sei das Ziel der Aktion, sagt Ursel Scheffler. 

Den nächsten prominenten Mitstreiter hat die engagierte Hanseatin bereits gewonnen: Mit dem Elbphilharmonie-Generalintendanten Christoph Lieben-Seutter hat einer der derzeit wohl bekanntesten Kulturschaffenden in Hamburg das „Lese-Staffelholz“ aus den Händen von Erzbischof Stefan Heße übernommen. „Diese Initiative unterstütze ich als Leseratte und Vater von drei lesefreudigen Töchtern aus ganzem Herzen“, so Lieben-Seutter, denn jedes gute Buch öffne eine Tür in eine neue Welt. (cs / kna)

Infos: www.büchertürme.de

Text: Christoph Schommer/kna