11.01.2017

Wind, Regen und Eis: Sternsinger lassen sich nicht so leicht abschrecken

Kleine Könige, voller Einsatz

 Von Flensburg bis Hamburg, von Helgoland bis Neubrandenburg: Überall im Erzbistum waren dieser Tage Sternsinger (und ihre erwachsenen Begleiter) unterwegs, um den Segensspruch „20+C+M+B+17“ (Christus Mansionem Benedicat, Christus segne dieses Haus) an die Türen zu schreiben oder Aufkleber anzubringen.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit inmitten der
Hamburger Sternsinger.   Foto: Matthias Greve

Sie waren in Berlin bei Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue und im Kanzleramt bei Angela Merkel. Sie wurden in den Staatskanzleien und Rathäusern vorstellig, besuchten Seniorenheime und Krankenhäuser und natürlich zahllose private Haushalte. Und das, obwohl das Wetter zumindest am Samstag außerordentlich schlechte Voraussetzungen bot und Kälte, Regen und Eisglätte einige Sternsinger ausbremsten. 

Die Jungen und Mädchen sangen mit mal mehr, mal weniger fester Stimme für die gute Sache und sammelten für Gleichaltrige etwa in Kenia, dem diesjährigen Beispielland. „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“, so lautete diesmal das Leitwort der vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragenen Aktion Dreikönigssingen, bei der das Thema Klimawandel im Mittelpunkt stand.

Segen für Parlamente und Regierungszentralen

In Kiel ließ Ministerpräsident Torsten Albig extra eine Holzleiste an der Eingangstür zur Staatskanzlei anbringen, damit der Segensspruch künftig nicht mehr geklebt werden muss, sondern traditionell mit Kreide über die Tür geschrieben werden kann; Ein Zeichen sicher auch der besonderen Achtung und Wertschätzung dieses Segens, der von Königen aus Halstenbek überbracht wurde. Wertschätzung erfuhren Sternsinger aus dem ganzen Land ebenso beim Empfang im Landeshaus, wo sie von Landtagspräsident und Hausherr Klaus Schlie sowie Torsten Albig begrüßt wurden. Eine Abordnung aus Niebüll besuchte später dann auch noch das Sozialministerium.

Im Hamburger Rathaus brachten Sternsinger der katholischen Gemeinden aus Bergedorf, Billstedt, Neugraben und der Innenstadt Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit den Segen. Für beide Politiker ist der Besuch nicht einfach ein Pflichttermin. Es sei nicht nur einer der ersten Termine des neuen Jahres, sondern auch „einer der schönsten“, betonte Carola Veit, die selbst Mutter dreier Kinder ist.

In Schwerin wollte Ministerpräsident Erwin Sellering Könige und Sternträger der Propsteigemeinde St. Anna am Mittwoch, 11. Januar (nach Redaktionsschluss) in der Staatskanzlei empfangen.

Text: Marco Heinen/Matthias Greve