13.09.2017

500 Katholiken feierten den Wallfahrtsgottesdienst beim Ansveruskreuz bei Ratzeburg

Gottes Gesetz ist die Liebe

Zum 65. Mal pilgerten am Sonntag Gläubige aus dem Erzbistum Hamburg zum Ansveruskreuz. 

Frauen präsentieren Brote in Form des Ansveruskreuzes
Stärkung für die Pilger: Brote in Form des Ansveruskreuzes.  Foto: Ralf Adloff

500 Katholiken machten sich auf drei Pilgerwegen in Richtung Einhaus auf, wo ein Kreuz an den gewaltsamen Tod des Mönchs Anverus und seiner Mitbrüder im Jahr 1066 erinnert. Zwei der Wege starteten in Lübeck. Zu Fuß waren rund 16 mutige Wanderer unterwegs auf der 20 Kilometer langen Strecke. Eine weitere Gruppe machte sich per Fahrrad aus der Hansestadt zur Festwiese nach Einhaus auf.

Kurz nach zehn Uhr starteten die Kinder mit bischöflichem Segen  an Bord eines Wikingerschiffs zum gegenüberliegenden See-ufer. Eine weitere 70 Personen starke Pilgergruppe machte sich kurz nach den Kindern von der Kirche durch den Wald auf den Weg zum Wallfahrtsort. Unter ihnen auch Erzbischof Stefan Heße.

Bei strahlendem Sonnenschein ging der Bischof in seiner Predigt auf die kommende Bundestagswahl ein. „Über 700 Gesetzesanträge wurden diskutiert, 555 davon wurden entschieden. Bei so vielen Gesetzen kann man schon mal nur noch Paragraphen sehen. Gott aber ist gekommen, um das Gesetz zu leben.“ Nach den Worten des Apostels Paulus sei die Erfüllung des Gesetzes die Liebe. „Gott hat nicht einfach Dinge abgehakt, er hat alle Bereiche des Lebens mit seiner Liebe ausgefüllt.“ 

Die Christen sollen nicht einfach „funktionieren“, sondern in alle Bereiche des Lebens Gottes Liebe bringen. Nach dem feierlichen Gottesdienst ließen es sich viele der Angereisten nicht nehmen und wechselten ein paar Worte mit „ihrem Erzbischof“, bevor es per Fahrrad, Auto und zu Fuß wieder nach Hause ging.

Text u. Foto: Ralf Adloff