07.06.2017

Firmung für Erwachsene im Hamburger St. Marien-Dom

Gott selbst ist das Pfingstgeschenk

Seit Jahren gibt es die Feier der Firmung für Erwachsene im Erzbistum Hamburg. Am Pfingstmontag empfingen 50 Christen in Hamburg das Sakrament: zum ersten Mal mit Weihbischof Horst Eberlein. 

Weihbischof Eberlein spendet Erwachsenen das Sakrament der Firmung

Ein eindrucksvoller Moment: Weihbischof Eberlein spendet Erwachsenen die Firmung   Foto: Kathrin Erbe

 

Welcher Tag könnte besser zum Sakrament der Firmung passen als Pfingsten? Zu Pfingsten feiert die Kirche das Kommen des Heiligen Geistes, im Sakrament der Firmung soll ein Christ die Ankunft des Geistes persönlich erfahren. Firmungen zu Pfingsten sind aber selten. Die Bischöfe, normalerweise Spender der Firmung, können halt nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein. 

Nur die Firmfeier für Erwachsene im ganzen Erzbistum wird seit vielen Jahren am Pfingstmontag gefeiert. 50 Firmlinge kamen in diesem Jahr im St. Marien-Dom zusammen. Sie kamen aus verschiedenen Orten und Gemeinden – wie fast in jedenmJahr war wieder die ghanaische Mission Hamburg gut vertreten. Aber auch in anderen Städten finden sich Erwachsene, die in der Jugend nicht gefirmt wurden. Die katholische Glaubensinformation
bietet für sie einen speziellen Kurs an, der nur einen Tag dauert. 20 der 50 Firmlinge haben in diesem Jahr an diesem Kompaktkurs mit Pater Hans-Theodor Mehring teilgenommen.

Wo Menschen glauben, da ist Pfingsten

Pfingsten, das Kommen des Heiligen Geistes, dürfen wir als Geschenk annehmen, sagte Weihbischof Horst Eberlein in seiner Predigt, in der die „sieben Gaben des Heiligen Geistes“ eine Rolle spielten. „Wo ein Mensch zu glauben beginnt, da ist Pfingsten. Das Geschenk von Pfingsten ist, dass Gott da ist.“ Mit dem pfingstlichen Geist als Geschenk können Menschen das Leben gut bewältigen. Einsicht und Verstand zum Beispiel vermittelt ein Blick in die Bibel. Gottes Geist gibt die Kraft, Leid zu ertragen und dabei nicht zu vergehen oder aufzugeben. Die Gabe der Frömmigkeit wiederum sei die Haltung, das Leben mit Gott zu teilen und Gott nichts vorzuenthalten. „Kein Versteck vor Gott haben, dann ist Pfingsten.“ 

Die Firmfeier endete mit einem fröhlichen Empfang im Gemeindesaal: Zeit, über die vielen Glaubenswege zu sprechen, Fotos zu machen und Kraft zu tanken für den Alltag – wenn es darum geht, die Geschenke des Heiligen Geistes auszupacken. 

Text: Kathrin Erbe u. Andreas Hüser