03.01.2018

„Suchen. Finden. Schenken.“ So heißt das neue Buch, das die Arbeit des Neubrandenburger Dreikönigsvereins vorstellt.

Gelebter Glaube

Am Anfang stand ein Hauskreis von Familien in Neubrandenburg, die sich seit den 80er Jahren regelmäßig trafen und aus ihrer christlichen Grundhaltung
etwas bewegen wollten. Am Dreikönigstag gab es immer ein großes Treffen. 

„Suchen. Finden. Schenken.“ So heißt das neue Buch, das die Arbeit des Neubrandenburger Dreikönigsvereins vorstellt.
„Suchen. Finden. Schenken.“ So heißt das neue Buch, das die Arbeit des Neubrandenburger Dreikönigsvereins vorstellt. Foto: Marco Heinen

Deshalb gründeten diese Leute 1991 einen „Dreikönigsverein“. Die Weisen aus dem Morgenland waren aus mehreren Gründen Namensgeber des Vereins. Sie waren Fremde in der religiösen Welt des heiligen Landes. Sie brachten Gaben. Und sie sahen am Himmel den Stern von Betlehem. „Das war ihre gewohnte Blickrichtung, nach oben zu schauen und sich hohen Zielen zuzuwenden. Das gehörte zu ihrem Lebensstil“, sagt der Vorsitzende des Dreikönigsvereins, Rainer Prachtl, im Vorwort eines jetzt erschienenen Buches. „Suchen. Finden. Schenken.“ So lautet der Titel mit dem sich der Dreikönigsverein vorstellt. In den 25 Jahren seit der Gründung hat sich einiges entwickelt. Der Verein betreibt ein Hospiz, er organisiert für Jugendliche Reisen ins Heilige Land, er gestaltet ökumenische Andachten, einen Philosophischen Gesprächskreis, ist mit Aktionen in der Stadt wie dem Dinkelbrot zum Hildegardfest vertreten und vergibt landesweit den einzigen Sozialpreis, den Siemerlingpreis.

Ohnehin hat das Soziale den größten Stellenwert in der Vereinsarbeit. „Unser Zeichen will besagen, dass Solidarität, Humanität, Gemeinsinn und Völkerverständigung auch von unten her wachsen müssen“, so Rainer Prachtl. Von unten, das heißt: jeder kann einen Beitrag leisten. Aber auch Menschen „von oben“ gehören auf die Visitenkarte der Vereinsaktivitäten. Beim Benefizessen am Dreikönigstag reihen sich die großen Namen der Festredner aneinander. Michail Gorbatschow, Lech Walesa, Angela Merkel, Joachim Gauck, Lothar und Thomas de Maizière, Klaus Töpfer, Wolfgang Schäuble, Katrin Göring-Eckardt und viele andere haben dort schon gesprochen. 

Das neue Buch erzählt von der Erfolgsgeschichte dieses ungewöhnlichen Vereins, der in und um Neubrandenburg weit über den Kreis der christlichen Minderheit geschätzt wird. Erzählt werden aber auch die kleinen Geschichten: Menschliche, unscheinbare und doch erstaunliche Erfahrungen aus dem Dreikönigshospiz, dort, wo schon vielen Menschen am Ende ihres Lebens ein Stern erschienen ist.    

„Suchen. Finden. Schenken. Der Dreikönigsverein Neubrandenburg.“ Zu erhalten für 10 Euro plus 2.50 Euro Versand auf Bestellung beim Dreikönigsverein, Fritz-Reuter-Str. 5, 17033 Neubrandenburg, Tel. 0395 / 58 18 30, E-Mail: dreikoenigsverein@t-online.de

Text: Andreas Hüser