13.08.2014

Feierliche Zeremonie beim Malteser Hilfsdienst in Timmendorfer Strand

Einsatzfahrzeuge gesegnet

Wenn sie ab und zu etwas rasanter um die Kurven fegen, um schnellstmöglich Erste Hilfe leisten zu können, sollen die Helfer auch sicher ankommen. Gottes Segen mag da helfen. Die Malteser in Timmendorfer Strand haben deshalb jetzt ihre Fahrzeuge segnen lassen.

Pfarrer i.R. Dziwisch segnete die Fahrzeuge, der Malteser Orts- und Kreisbeauftragte Hans Eschweiler (rechts)
half ihm dabei.    Foto: Heinen

Ob Rettungshilfe beim Bade- oder Verkehrsunfall, beim Einsatz in der Katastrophenhilfe oder im täglichen Pflegedienst: Die Aufgaben der Malteser sind vielfältig und täglich sind die Helfer mit Fahrzeugen unterwegs. In Timmendorfer Strand wurde der Fuhrpark gerade erweitert bzw. einzelne Fahrzeuge erneuert. So wurde vom Kreis jüngst ein Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) zur Verfügung gestellt, ein neues Quad beschleunigt die Hilfe direkt am Strand und ein gesponsertes Elektrofahrrad macht die Beine müder Retter munter. Doch auch Rettungswagen, Motorräder, die schon älteren Lkw der Katastrophenhilfe oder die einfachen Pkw für den täglichen Dienst in der Pflege gehören mit dazu.

Der Pfarrer i.R. Christoph-Franz Dziwisch verlas in seiner Andacht das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium (Lk 10, 25 – 37), bevor er die Fahrzeuge – assistiert vom Orts- und Kreisbeauftragten Hans Eschweiler – segnete. Neben Maltesern nahmen Vertreter der Polizei, der Feuerwehr und befreundeter Rettungsdienste sowie Lokalpolitiker an der Zeremonie teil. 

 „Man segnet Einsatzfahrzeuge, um Gott zu bitten, dass er den Einsatz der Malteser begleite und dass alles zum Guten geführt werde, und dass die Menschen diese Fahrzeuge recht gebrauchen“, so Dziwisch, der fast 30 Jahre lang Pfarrer von Timmendorfer Strand und Scharbeutz war und Mitglied der Malteser ist.

„Ich persönlich empfinde das als höhere Sicherheit, dass unsere Fahrzeuge den Segen erhalten haben“, sagte Philip Both, Dienststellenleiter und Malteser-Geschäftsführer, sowohl in Lübeck als auch in Timmendorfer Strand. 

NEF-Fahrer Torsten Vollbrecht drückte es so aus: „Wenn man unter Gefahr für das eigene Leben mit Sonderrechten fährt, muss man aufpassen, dass einem selbst und anderen Verkehrsteilnehmern nichts passiert und möglichst schnell zum Einsatzort kommt. Da kann man Gottes Segen schon gebrauchen – und den haben wir ja jetzt.“

Text und Foto: Marco Heinen