19.04.2017

Passions- und Ostergeschichte in der Warner Kirche mit „Biblischen Erzählfiguren“ dargestellt

Eine ganz große Geschichte

Wer in diesen Tagen die Warener Heilig-Kreuz-Kirche besucht, kann etwas Außergewöhnliches sehen. In einem Seitenschiff ist die gesamte Passions- und Ostergeschichte dargestellt. Aufgebaut mit „Biblischen Erzählfiguren“. 

Das Abendmahl Jesu, dargestellt mit biblischen Erzählfiguren in Waren. 
Das Abendmahl Jesu, dargestellt mit biblischen Erzählfiguren in Waren.  Foto: Jordan

Sie werden gewöhnlich in der Katechese eingesetzt, sie sehen aus wie Puppen, sind aber keine. „Mit Puppen spielt man, mit Figuren arbeitet man“, sagt Birgit Jordan. Seit 17 Jahren arbeitet die Warenerin mit diesen Figuren, gestaltet sie und leitet Kurse, in denen man die Arbeit mit Erzählfiguren lernen kann. 

Der Ostergarten in der Warener Kirche stellt alle Szenarien aus den letzten Tagen im Leben Jesu dar: den Einzug in Jerusalem, das Abendmahl, die Nachtwache im Garten Getsemani, Gefangennahme, Prozess, Kreuzweg und Tod Jesu. Von Palmsonntag an kamen immer mehr Szenen dazu – die letzte am Ostermontag: der Gang nach Emmaus. Damit ist der Ostergarten komplett. Er ist noch bis zum 19. Mai in der Heilig-Kreuz-Kirche zu sehen. Vom 1. Mai an, wenn die Sommersaison an der Müritz beginnt, ist die Kirche tagsüber immer offen. 

Birgit Jordan hat schon mehrmals Figurengruppen ausgestellt, zum Beispiel auf der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin. „Aber in dieser Größe ist es das erste Mal“, sagt sie. Im Sommer plant sie eine ähnliche Installation. In einer evangelischen Kirche will sie das Leben Luthers mit Erzählfiguren aufstellen. Allerdings nicht in einer katholischen, sondern einer evangelischen Kirche am Ort. Der nächste Kurs zum Umgang mit biblischen Erzählfiguren ist vom 8. bis 9. September in der katholischen Familienbildungsstätte in Hamburg.

Text: Andreas Hüser