20.09.2017

Aids-Seelsorge, Kolping-Jugendwohnen und das offene Jugendzentrum „Schorsch“ unter einem Dach

Eine Chance für junge Menschen

Mitten im einstigen Problemviertel St. Georg ist ein neues „Integrations- und Familienzentrum“ entstanden. 

Einweihung des Familienzentrums in St. Georg
Volles Haus zur Einweihung des Familienzentrums in St. Georg. Martina Sturm-May, Geschäftsführerin von „Kolping-Jugendwohnen“ begrüßt die Gäste.  Foto: Hüser

Fast einen ganzen Häuserblock füllt das siebenstöckige Haus aus. Im Inneren warten Angebote für Familien und Jugendliche. Und auch die Kirchen sind vertreten: die evangelische Kirche mit der Aids-Seelsorge und dem offenen Jugendzentrum „Schorsch“. Katholischer Anbieter ist der Kolpingverband mit einer Wohnanlage für Auszubildende (wir berichteten). Mit viel städtischer und kirchlicher Prominenz wurde das Zentrum am Dienstag eingeweiht. „Die unterschiedlichen Lebenskulturen positiv miteinander in Verbindung zu bringen“, das ist für den Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte ein Ziel des 8,3 Mio. Euro teuren Hauses. 

Erzbischof Stefan Heße dankte dem Engagement von „Kolping Jugendwohnen“: „Auszubildende haben auf dem Markt für Mietwohnungen heute fast keine Chance. Kolping Jugendwohnen tut etwas dagegen. 46 Appartements in diesem Haus bedeuten Chancen für 46 junge Menschen, die eine Unterstützung gut gebrauchen können“, sagte der Erzbischof in der Einweihungsfeier. „Für mich ist das eine wunderbare Aktualisierung der Anliegen, die der Gesellenvater Adolph Kolping im 19. Jahrhundert verwirklicht hat. Ich freue mich über diese neue Einrichtung mitten in unserer Stadt, unmittelbar beim St. Marien-Dom.“

Text u. Foto: Andreas Hüser