02.11.2016

Märtyrer-Gedenken: Erzbischof weiht neu gestaltete Krypta in Lübeck ein

Ein würdiger Ort für das Gebet

Der 73. Jahrestag der Hinrichtung der Lübecker Märtyrer ist in diesem Jahr nicht nur ein Tag der Erinnerung an die Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller, Johannes Prassek und den evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Erzbischof Stefan Heße wird auch die Gebetsstätte in der Krypta der Propsteikirche Herz Jesu einweihen.

Der Gedenkgottesdienst in Herz Jesu in 2015.  Foto: Heinen

Zum Auftakt werden Propst Franz Mecklenfeld und Jochen Proske, Referent der Stiftung Lübecker Märtyrer, am Donnerstag, 10. November um 17 Uhr einen Kranz am Zeughaus niederlegen, nur wenige Schritte von Herz Jesu entfernt. Am Zeughaus ist eine Gedenktafel dem Andenken aller Lübecker Widerstandskämpfer gewidmet. 

Um 17.30 Uhr wird dann in Herz Jesu die Urne mit der Asche Hermann Langes am Fuße des Altars der Krypta beigesetzt, und Erzbischof Stefan Heße wird im Beisein von Propst Franz Mecklenfeld, Generalvikar Ansgar Thim, zahlreicher Priester und einiger evangelischer Geistlicher  die neue Gebetsstätte einweihen (wir berichteten in Ausgabe 44). Anschließend wird um 18 Uhr das Pontifikalamt in Herz Jesu gefeiert. Danach ist im Haus Simeon Zeit für persönliche Begegnungen.

Tags drauf wird um 12 Uhr eine Andacht in St. Marien gehalten. Anschließend werden Pastorin Constanze Oldendorf und Dr. Inga-
burgh Klatt vom ökumenischen Arbeitskreis 10. November einen Kranz an der Gedenktafel unter den Rathausarkaden niederlegen.

Am Sonntag, 13. November wird in der Lutherkirche (Moislinger Allee 96) dann ein evangelischer Gottesdienst gefeiert. Liturginnen sind Pröpstin Petra Kallies und Pastorin Constanze Oldendorf. Propst Franz Mecklenfeld wird als Gast die Predigt halten. Auch hier ist im Anschluss Zeit für persönliche Begegnungen.

Bereits am Dienstag, 8. November wird Dr. Stephan Linck von der Evangelischen Akademie der Nordkirche um 19 Uhr in der Lutherkirche einen Vortrag halten. Sein Thema: „Das verwirrende Geschehen zwischen 1933 und 1945 – Der Umgang der Lübecker Landeskirche mit der NS-Vergangenheit.“

Überdies wird es vom 10. bis 13. November besondere Gelegenheiten zum Gespräch über die Märtyrer geben: in der Gedenkstätte Lübecker Märtyrer jeweils von 10 bis 18 Uhr und in der Lutherkirche jeweils von 14 bis 17 Uhr. In Hamburg wird es voraussichtlich erst zum 75. Jahrestag 2018 wieder eine zentrale Gedenkveranstaltung mit bischöflicher Beteiligung geben.