25.11.2016

Dankgottesdienst zum Ende des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit im Erzbistum Hamburg

Ein Ansporn für den Alltag

Mit einem Dankgottesdienst mit Erzbischof Stefan Heße im St. Marien-Dom ist am vergangenen Sonnabend das Heilige Jahr der Barmherzigkeit im Erzbistum Hamburg zu Ende gegangen. 

Viele Gläubige nahmen an dem Pontifikalgottesdienst zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit im St. Marien-Dom teil. Foto: Greve

Vor einem Jahr hatte Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Damit einher ging die Öffnung der Heiligen Pforte in Rom. Aber auch die Bistümer sollten ihre Pforten öffnen. Neben der Heilige Pforte am St. Marien-Dom waren deshalb zu Beginn des Heiligen Jahres in Kiel, Schwerin und Lübeck symbolisch die dafür erkorenen Portale in feierlichen Zeremonien eröffnet worden.

Anders jetzt zum Ende des Jahres der Barmherzigkeit. Auf eine Prozession oder andere liturgische Symbolik warteten die Gottesdienstbesucher am Vorabend des Christkönigfestes vergebens. „Manche sagen, Papst Franziskus hätte uns sagen müssen, wie wir das Heilige Jahr beschließen, wie wir die Tür der Barmherzigkeit wieder zumachen“, gab Erzbischof Stefan zu bedenken. Es sei eher typisch für den Heiligen Vater, dass er genau dieses nicht täte: „Weil er uns sagen möchte: Ob die Tür, das Portal oder die Pforte auf oder zu, geöffnet oder geschlossen ist – die Barmherzigkeit soll immer weitergehen.“ Die dankbare Rückschau solle für alle Ansporn und Befähigung sein, „jetzt richtig durchzustarten“. Denn: „Barmherzigkeit hört nie auf. Daher ist unser Auftrag, diese in alle Lebensbereiche hereinzutragen.“

Ein Wort gab Hamburgs Erzbischof den Gläubigen gleich für den nächsten Tag mit auf den Weg. „Rahamim“; das hebräische Wort für Barmherzigkeit – und gleichzeitig auch die Bezeichnung für den „Mutterschoß“. „Jeder von uns kommt durch den Mutterschoß zur Welt und ist so eigentlich schon von Beginn an im Mutterschoß von Gottes Barmherzigkeit geborgen. Wir wachsen damit auf, sie ist einfach da.“ Und immer, wenn Menschen barmherzig miteinander umgehen, wenn etwa Menschen zu essen oder Kleidung gegeben wird, wächst diese Lebendigkeit beim Gebenden und Nehmenden.

Text u. Foto: Matthias Greve