16.09.2011

Hunderte von Katholiken aus dem Norden nutzen die Chance

Der kurze Weg zum Papst

Zum Papst ist es nicht weit. Gut 100 Kilometer von der Grenze des Erzbistums Hamburg nach Berlin, wo Benedikt XVI. am Donnerstag seinen Deutschland- Besuch beginnt. Und Hunderte von Katholiken aus dem Norden nehmen diese Gelegenheit wahr. Sie nehmen am Gottesdienst im Olympiastadion teil.

 

Die Busse werden nicht leer sein: 50 Teilnehmer sind es aus dem Dekanat Kiel, 60 aus Lübeck, 50 aus Schwerin, die am Donnerstag die Reise nach Berlin antreten. In Hamburg füllen die Malteser und der Kleine Michel gemeinsam zwei Busse mit 120 Gläubigen. Güstrow wird nicht nur in Berlin, sondern auch am Samstag in Erfurt vertreten sein. „Vor der Kulisse der Erfurter Altstadt, in einem Zentrum der Ökumene und der Theologie, wird der Besuch noch einmal ein anderes Erlebnis sein als in Berlin“, hofft Pfarrer Ralph Sobania, der mit einigen Gemeindemitgliedern auch noch die zweite Papst-Station anfährt.

Ein Hamburger Katholik wird den Papst an sämtlichen Orten seiner Deutschlandreise begleiten – und dabei direkt an seiner Seite sein: Erzbischof Werner Thissen. „Ermutigung, Anregung und Freude am Glauben“, mit diesen Worten kennzeichnete der Hamburger Erzbischof seine Erwartungen an die Deutschlandreise des Heiligen Vaters. Und er ist sicher, dass dieses Ereignis Kreise ziehen wird. „Der Papst“, sagt Erzbischof Thissen, „kommt nicht nur zur katholischen Kirche, sondern zu allen Bürgerinnen und Bürgern. Alle können dabei erfahren, welche Lebensqualität praktizierter Glaube ermöglicht.“

Medienempfang: Erzbischof Werner betont vor Hamburger Journalisten die Bedeutung des Papstbesuchs, nicht nur für Katholiken.

Bereits der Medienempfang des Erzbistums am 6. September stand im Zeichen des bevorstehenden Papstbesuches. Leider wurde der Referent, Jesuitenpater Bernd Hagenkord, Opfer des Generalstreiks in Italien. Das Flugzeug, mit dem der Chef der deutschen Redaktion von Radio Vatikan nach Hamburg kommen wollte, blieb am Boden. Einige Gedanken zu seinen Erwartungen hat er im nebenstehenden Interview ausgeführt.

Mit besonderer Spannung dürften die 150 Messdiener die Ankunft des Papstes erwarten, die aus vielen Gemeinden des Erzbistums Hamburg zum Gottesdienst ins Berliner Olympiastadion reisen. Auch wenn die meisten nur in Messdienergewändern „dabei“ sind und keinen Altardienst leisten – wer kann schon behaupten, in einer Papstmesse „gedient“ zu haben? Der größte Teil der Katholiken im Norden wird den Besuch nur im Fernsehen verfolgen. Es gibt aber eine Möglichkeit, bei einem Anliegen des Papstes besonders aktiv mitzuwirken. Generalvikar Franz Peter Spiza hat alle Gemeinden gebeten, sich am Benedikt- Ostafrika-Fonds zu beteiligen. Da es aus Sicherheitsgründen im Berliner Olympiastadion keine Kollekte geben wird, sammeln alle Mitfeiernden in Deutschland für die Notleidenden in Ostafrika. Diese Kampagne läuft in den Kirchen, aber auch per Internet oder Telefon-Hotline (01805/151102) kann jeder helfen und bekommt sogar noch eine Urkunde.

Kampagne im Internet: www.benedikt-ostafrikafonds.de