10.01.2018

Demo für Schulerhalt

Gefeiert wurde der 23. Jahrestag der Bistumsgründung. Auf dem Domplatz des St. Marien-Doms hatten sich aber 200 Kinder, Eltern und Lehrer der Ludwigsluster Edith-Stein-Schule breit gemacht. Nicht um zu feiern, sondern um für den Erhalt ihrer Schule zu demonstrieren.

Vor den Demonstranten: Generalvikar Ansgar Thim, Schulleiterin Marion Löning und Erzbischof Stefan Heße  Foto: Alexander Schmidt

Nicht um zu feiern waren sie gekommen, sondern um für den Erhalt ihrer Schule zu demonstrieren. „Wir sind hier für unsere Schule, es muss endlich weitergehen“, sangen die Ludwigsluster in Abwandlung eines Sternsingerliedes. Hintergrund: Die Schule ist ohne Neubau nicht lebensfähig. Wegen der Finanzsituation des Erzbistums wird es kein Bistumsgeld für diesen Bau geben. 

Generalvikar Ansgar Thim und Erzbischof Stefan Heße gingen auf die Ludwigsluster zu. In kleinem Kreis sprach Generalvikar Thim anschließend mit Vertretern der Elterninitiative der Edith-Stein-Schule. Thim machte deutlich, dass das Erzbistum Hamburg ein grundsätzliches Interesse an Schule und Bildung habe. Die Zukunftsfähigkeit der Schule in Ludwigslust sei aber nur gegeben, wenn eine Lösung gefunden werde, bei der das Erzbistum Hamburg für spätere Risiken aufgrund der Überschuldung des Bistums nicht haftbar gemacht werden kann.

Das Gespräch fand in einer kämpferischen aber guten Atmosphäre statt. Thim sprach sich dafür aus, dass die Schulen der Bernostiftung durch das Erzbistum Hamburg übernommen werden. Zum anderen sei für ihn aber auch eine andere Selbständigkeit der Schule in Ludwigslust denkbar. Neben dem Erzbistum Hamburg seien auch die Bernostiftung, das Land und die Kommunen gefragt, so Thim.

Text: kpi/Andreas Hüser