11.10.2017

Priesterweihe von Georg Taubitz in Rom

Das beste Geschenk

Erzbischof Stefan Heße weiht in Sant Ignazio in Rom zwei junge Männer zu Priestern – darunter Georg Taubitz aus Kiel – und drei zu Diakonen.
 Aus dem Erzbistum waren viele Freunde und Verwandte dabei.

Erzbischof Stefan Heße weiht Georg Taubitz in Rom zum Priester
Georg Taubitz (vorne kniend) und ein Mitstudent aus Speyer wurden durch Erzbischof Stefan Heße in San Ignazio in Rom zu Priestern geweiht.  Foto: Marco Chwalek

„Sie müssen also fortan nicht krampfhaft Gott und sich selbst zusammenbringen“, sagte Erzbischof Stefan Heße in seiner Predigt, gerichtet an fünf Weihekandidaten in Rom. „Sie müssen erst recht nicht etwas herbeiholen, sondern Sie brauchen lediglich zu entfalten, was Sie heute empfangen.“ 

Zwei Diakone hat der Hamburger Erzbischof am Dienstag zu Priestern geweiht, und drei junge Männer zu Diakonen. So viele kommen nicht oft in einem deutschen Bistum zusammen. Die Weihekandidaten in Sant Ignazio aber gehörten nicht nur verschiedenen Diözesen an, sondern kamen aus drei verschiedenen Ländern. Die neuen Priester Georg Taubitz (Kiel) und Maximilian Brandt (Speyer) aus Deutschland, die neuen Diakone aus Slowenien, Ungarn und der Slowakei. Sie alle studieren in Rom Theologie und bereiten sich im Priesterseminar „Collegium Germanicum et Hungaricum“ auf ihren kirchlichen Dienst vor. 

Sie waren fern ab der Heimat aber nicht allein. Georg Taubitz hatte zahlreiche Gäste zum feierlichen Gottesdienst eingeladen. Katholiken aus seiner Kieler Heimatgemeinde, aus Ludwigslust, Neubrandenburg und Hagenow, seinen bisherigen Gemeindestationen. Sie waren teils in Bussen, teils auf eigene Faust nach Rom gekommen. 

„Hören sie nie auf, Gott kennenzulernen!“

Einen Blick auf die Weltkirche richtete Erzbischof Heße auch in seinen Worten an die jungen Theo­logen. Im Mai 2007 trafen sich Bischöfe aus Lateinamerika und der Karibik im brasilianischen Aparecida. 

Sie erklärten in einem gemeinsamen Wort: „Jesus kennenzulernen, ist das beste Geschenk, das einem Menschen zuteilwerden kann. Ihm begegnet zu sein, ist das Beste, was uns in unserem Leben passieren konnte. Ihn durch Wort und Tat bekannt zu machen, ist uns eine große Freude“. Es bleibe in der Kenntnis Gottes immer ein Rest, etwas Unerklärliches. Kenner Gottes müssen sich „stets bewusst bleiben, dass sie Gott nicht in der Tasche haben.“ „Hören sie nie auf, Gott kennenzulernen“, riet der Erzbischof den neuen Priestern und Diakonen. „Dann werden auch andere durch Sie Gott kennenlernen können.“ 

Text: Andreas Hüser