29.09.2014

Onlinemuseum mit vielen Schätzen

200 Jahre deutsche Geschichte

Müde Beine oder schlechte Luft drohen einem in diesem Museum nicht. Nicht nur deshalb lohnt sich ein Besuch beim „Lebendigen Museum Online“, einem virtuellen Museum über die deutsche Geschichte der letzten 200 Jahre.

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Wenn Sie die letzten zweihundert Jahre deutsche Geschichte einteilen müssten, auf wie viele Epochen würden Sie kommen? Auf elf? Ja? Dann haben Sie es genau so gemacht, wie das Onlineportal „Lebendiges Museum Online“. Ein Rundgang durch das virtuelle Museum führt einen nämlich durch genau elf Epochen deutscher Geschichte: vom Vormärz und Revolution über Reaktion, Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, NS-Regime, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegsjahre, Geteiltes Deutschland, Deutsche Einheit, bis ins heute und die Epoche der Globalisierung.

Geschichtsinteressierte werden beim Rundgang durch diese Epochen ihre Freude haben. Denn in dem Onlinemuseum gibt es viel zu entdecken. Über 8500 Seiten, circa 5500 Objektseiten, 100 Videos, 200 Audios, 900 Biografien, 500 Zeitzeugenbeiträge und fast 170 Jahreschroniken umfasst das Portal.

Das Museum zeichnet sich dabei durch zwei Dinge aus: Einerseits durch die guten einordnenden Überblicksartikel. Andererseits durch zahlreiche Objekte oder Beiträge, die die Geschichten hinter der Geschichte erzählen. Beispielsweise das eindrückliche Video aus dem Jahr 1946 aus Ostberlin. „Kinder suchen ihre Eltern“ heißt die Fernsehproduktion, bei der heimatlose Flüchtlingskinder vor die Kamera traten, ihre Namen sagten und ihre Mutti oder Vati suchten.

Ein Besuch auf der neuen Version des Portals, die diesen September freigeschaltet wurde, lohnt sich also. Vor allem die Unterteilung der Epochen in Kapitel und Unterkapitel machen es einem leicht, sich zurechtzufinden. Hinzu kommt: Das Museum ist auch ansprechend gestaltet.

Erstellt wurde das Portal von der Stiftung Deutsches Historisches Museum und der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt werden die beiden Museen vom Bundesarchiv, das einige Schätze beigesteuert hat.

Ihr Webreporter Daniel Gerber