12.04.2017

Diözesaner Weltjugendtag im Erzbistum Hamburg

„Seid keine Sofa-Christen!“

Unter dem Marien-Wort „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan“ stand der erste diözesane Weltjugendtag in Hamburg, an dem rund 100 Jugendliche aus allen Regionen des Erzbistums teilgenommen haben.

Erzbischof Heße spricht mit Jugendlichen

Gespräche über den Glauben Mariens: Katechese mit Erzbischof Stefan Heße in der Turnhalle der Domschule St. Marien.  Foto: Matthias Greve

Vom Weltjugendtag in Krakau 2016 nach Panama 2019: In der Zeit zwischen diesen beiden großen Welttreffen lädt Papst Franziskus junge Menschen dazu ein, den gemeinsamen Pilgerweg auf regionaler Ebene weiterzugehen – in Begleitung der Jungfrau Maria. Sie sagte im Magnificat „Der Mächtige hat Großes an mir getan“ (Lk 1,49), und dieses Marienwort stand deshalb im Mittelpunkt des ersten diözesanen Weltjugendtages, der am vergangenen Samstag im Hamburg stattfand. Rund 100 Jugendliche aus dem ganzen Erzbistum nahmen daran teil.

Der Tag begann mit einer Katechese und einem Gottesdienst in der Sporthalle der Domschule. Nach dem Mittagessen hatten die jungen Christen die Möglichkeit, in verschiedenen Workshops ihre persönlichen Talente zu entdecken oder sich Zeit für Gespräche zu nehmen, die nach der Abschlussandacht weitergeführt werden konnten.

„Unsere Welt braucht keine Sofa-Jugendlichen“, zitierte Hamburgs Erzbischof Stefan Heße Papst Franziskus. Den ganzen Tag verbrachte Heße mit den Jugendlichen. Er bot zudem einen eigenen Workshop an unter dem Motto „Whats-App live“. Nicht über seinen eigenen „Whats-App“-Kanal, in dem er mit den Nutzern über die sozialen Medien in direkten Austausch tritt, sondern ganz direkt stellt er sich den Fragen, die durchaus auch persönlich waren. So wollten Jugendliche wissen, ob er Sport treibe (früher sei er viel geschwommen, heute fehle dazu die Zeit, so Heße) oder ob er auch einmal eine Jogginghose trage (nur zum Sport, zu Hause bevorzuge er lieber Jeans). 

Vor allem aber ging es im Gespräch mit dem Erzbischof um den Glauben der Jungfrau Maria. „Maria war keine Sofa-Christin, sie war so von ihrem Glauben erfüllt und von Gott angestoßen aufzubrechen, dass sie eben nicht bequem sitzengeblieben ist“, beschreibt Erzbischof Stefan den Mut der Gottesmutter und ermunterte die jungen Leute, ihren Glauben aktiv zu leben.

Anbetung in der St. Ansgar-Kapelle

Etwas Mut brauchten anschließend auch die Teilnehmer des Workshops „Preachers Corner“. Nach dem Vorbild des Speakers’ Corner („Ecke der Redner“) im Londoner Hyde-Park stand für sie ein „offenes Mikrofon“ auf dem Hof bereit, damit sie öffentlich und deutlich hörbar ihre Meinung und Überzeugungen kundtun konnten. Im Workshop „Engel“ konnten die Jugendlichen dagegen zum Abschluss auch einen eigenen Silberengel gießen – und sich im Workshop „Anbetung“ ganz dem Gebet in der St. Ansgar-Kapelle widmen.

Text u. Foto: Matthias Greve