19.10.2016

Ein Demonstrationszug anderer Art: Hamburger Schüler treten für eine faire Welt ein

„Drückt euch nicht!“

Dem Frieden auf der Spur: Mit einem „FairWalk“ haben 700 Schüler der Sankt-Ansgar-Schule mit Erzbischof Stefan Heße ein demonstratives Zeichen für ein friedvolles und kooperatives Mit-einander in der Welt gesetzt.

Ein Demonstrationszug besonderer Art: Schüler machten „Fairness“ zu ihrem Anliegen und zogen zum
Hamburger St. Marien-Dom.   Foto: Schommer

Pünktlich um 14 Uhr startete der Demonstrationszug vom Schulhof des jesuitisch geprägten Gymnasiums an der Bürgerweide in Richtung Innenstadt. Ziel war der St. Marien-Dom in St. Georg, in dem die jungen Teilnehmer unter einem riesigen Netz mit beschrifteten Friedenstauben aus Papier zu einer Andacht zusammenkamen.

„Dieser Friedensmarsch ist ein eindrucksvolles Zeichen des Miteinanders weit über eure Schule hinaus“, sagte Erzbischof Stefan Heße. „Das Thema Flucht wird in eurem Leben eine ganz große Rolle einnehmen. Habt keine Angst vor den Menschen, die zu uns kommen. Sie fordern uns heraus. Und sie tun uns gut“, so Heße. Und er ergänzte: „Verschließt nicht die Augen und drückt euch nicht vor dem Handeln. Christen sind Menschen, die anpacken.“

Die Demonstration markierte zugleich den Abschluss einer Projektwoche, die unter dem Leitwort „Fairplayer“ stand. Das von der Katholischen Jugend Hamburg (KJH) initiierte und von der Unesco ausgezeichnete Projekt nimmt die Themen Flucht, Konsum, Klima und Wasser altersgerecht in den Blick, ermuntert zur Diskussion und zum persönlichen Handeln. „Wir wollten die Schüler mit dieser Aktionswoche dazu anregen, die eigene Haltung zu überprüfen, um selbst zum Fairplayer in dieser Welt zu werden“, erklärte Schulleiter Johannes Wulf. 

Die altersgerechten Angebote der Katholischen Jugend Hamburg umfassten unter anderem Experten-Gespräche in der zum World-Café umgestalteten Turnhalle, eine Schiffsplanken-Mal-aktion gegen den Flüchtlingstod im Mittelmeer, interaktive Ausstellungen zum Thema Wasser und Ernährung sowie den Besuch eines Flucht-Trucks mit der multimedial gestalteten Lebensgeschichte eines jungen Kongolesen.

Text und Foto: Christian Schommer