30.01.2019

„Gemeinsam einsam“ am 14. Februar

Alleinstehende sind am Valentinstag oftmals ziemlich traurig, weil ihnen dann die Einsamkeit vor die Füße fällt. Das Team der Neuen KirchenZeitung will etwas dagegen tun und lädt zum Kaffeetrinken in die Redaktion.

Das Team der Neuen KirchenZeitung Hamburg serviert Kaffee und Kuchen
Das Team der Neuen KirchenZeitung Hamburg lädt ein zu Kaffee und Kuchen. Foto: Alexander Schmitt

Der Valentinstag ist ein schlimmer Tag, fast so schlimm wie Weihnachten. Verliebte sehen an diesem finsteren Tag besonders glücklich und furchtbar verliebt aus. Es gibt total herzzerreißende „Gottesdienste für Verliebte“ und vor lauter Herzen und Blumen in den Schaufenstern, wagt sich mancher nicht einmal mehr in die Stadt.

Wie bitte, der Valtentingstag soll ein schlimmer Tag sein?! Nun, es kommt auf die Perspektive an. Denn Menschen, die alleine sind, weil der Partner vielleicht schon vor Jahren gestorben oder im Streit außer Haus gegangen ist, fühlen sich immer dann besonders einsam, wenn sie das Glück der anderen mit ansehen müssen. Das hat gar nichts mit Neid zu tun, sondern ist eine ganz natürliche Reaktion darauf, dass das eigene Unglück an solchen Tagen einfach unübersehbar wird.

So, und nun ist genug von dunklen Zeiten geschrieben. Wir in der Redaktion der Neuen Kirchenzeitung haben uns nämlich überlegt, was wir für diejenigen tun können, die so gar keine Lust auf Trübsal haben und den Valentinstag gerne mal mit anderen Menschen verbringen würden. Denn wenn es mehrere Menschen gibt, die sonst alleine zu Hause auf dem Sofa sitzen würden, dann könnten sie genauso gut zu uns in die Redaktion kommen. Nicht, dass wir hier sonst nur rumsitzen würden oder auch nur ein Sofa hätten. Aber wir denken uns, dass es nett werden könnte. Wir kochen Kaffee, Tee und haben auch ein paar Flaschen Wasser da und wenn jemand von ihnen Lust hat, kann er oder sie gerne einen Kuchen oder Kekse mitbringen. Oder einfach nur ein bisschen gute Laune, wenn Sie es nicht so mit dem Backen haben. Ein Tässchen Kaffee, ein paar Döntjes, das sollte für einen netten Nachmittag reichen. 

Denn darum soll es gehen, dass unsere Gäste an diesem Tag miteinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen. Da der Valentinstag auf einen Donnerstag fällt und wir ja vor dem Kaffeetrinken noch ein bisschen arbeiten müssen, rechnen wir so ab 15.30 Uhr mit Besuchern. Sie finden uns im Haus der kirchlichen Dienste, Am Mariendom 5 (links vom Domplatz, bei der Buchhandlung „geist + reich“) im vierten Stock. Es gibt einen Aufzug. Gegen 18 Uhr soll hier dann alles zu Ende sein. Wer will, kann dann um 18.15 Uhr noch in den Gottesdienst im Dom.

Der Brauch mit dem Valentinstag geht übrigens auf den Märtyrer Valentin von Terni (Mittel­italien) zurück. Der Bischof lebte im 3. Jahrhundert. Er provozierte die Römer, indem er Soldaten den Trausegen spendete. Seinerzeit waren sie zur Ehelosigkeit verpflichtet. Dadurch wurde sein Gedenktag zum Tag der Verliebten.

Text: Marco Heinen